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Gestern saß ich mit meinem Kaffee im Garten und habe Bailey beobachtet. Eigentlich nichts Besonderes.
Er lag irgendwo zwischen Sonne und Schatten, hatte alles im Blick und wirkte dabei so entspannt,
als gäbe es auf dieser Welt absolut gar nichts zutun.
Wobei, nagut.
Wenn man Bailey fragt, ist entspannt in der Sonne liegen vermutlich ein Vollzeitjob. 😅
Während ich da saß, musste ich an ein Gespräch denken, das wir so vor kurzem auf einem Geburtstag hatten.
Ein Bekannter erzählte von seiner Tochter. Sie ist noch jung und hüpft wohl regelmäßig auf dem Trampolin herum.
Dabei tut sie so, als hätte sie ein Handy in der Hand und sagt:
„Hallo meine lieben Follower…“
Uhhh… ich fands nichtmal im ersten Moment witzig…😅
Ich fands eher erschreckend. Denn irgendwie sagt das eine Menge über die Welt aus, in der wir inzwischen leben.
Früher wollten Kinder Tierärztin, Feuerwehrmann oder Astronaut werden.
Heute haben manche schon imaginäre Follower.
Und bitte versteh mich nicht falsch, ich finde Social Media nicht grundsätzlich schlecht, man kann es für gute Dinge nutzen.
Doch manchmal frage ich mich schon:
Wann haben wir denn beschlossen, dass Aufmerksamkeit das höchste Ziel ist?
Wann haben wir beschlossen, dass man sichtbar sein muss, um erfolgreich zu sein?
Und wann wurde aus einem Business plötzlich ein täglicher Wettbewerb darum, wer am lautesten ruft?
Während ich da so darüber nachdachte, schaute ich zu Bailey.
Und dann musste ich echt lachen, weil ich gecheckt habe:
Mein Hund versteht vermutlich mehr von Marketing als viele Menschen im Internet.
Und bevor du jetzt denkst, dass ich endgültig den Verstand verloren habe und inzwischen Marketingtipps von meinem Hund bekomme…
hör mich kurz an.😄 Bailey wacht morgens nämlich nicht auf und denkt:
„Heute brauche ich dringend mehr Reichweite..“
„Ich brauche dringend mehr Follower..“
Er fragt sich nicht, welcher Algorithmus gerade seine Beiträge bevorzugt. Er analysiert auch keine Engagement-Rate.
Und ich habe ihn bisher auch noch nie dabei erwischt, wie er einen Contentplan für das nächste Quartal erstellt hat.
Darauf hätte er vermutlich auch gar keinen Bock.
Was er stattdessen macht?
Er hat seine Wege. Seine Plätze. Seine Lieblingsstellen. Wenn wir spazieren gehen, läuft er oft dieselben Strecken. An dieselben Stellen. Er kennt jeden Baum, jede Ecke, und jede Stelle. an der es etwas Interessantes zu entdecken gibt.
Und er kommt immer wieder zurück. Und irgendwann weiß jeder andere Hund:
„Ah, hier war Bailey.“
Und das nicht weil er besonders laut ist. Und auch nicht weil er immer und ständig Aufmerksamkeit fordert.
Und auch nicht weil er allen immer hinterherläuft.
Sondern einfach weil er da ist. Beständig. Verlässlich. Wiedererkennbar.
Wobei ich fairerweise sagen muss:
Sobald Besuch kommt, sieht die Sache manchmal etwas anders aus. 😄
Dann wandert Bailey durchaus von Mensch zu Mensch, lehnt sich an, schiebt seine Nase unter die Hand und sammelt Streicheleinheiten ein, er verhält sich dann ungefähr so, als wäre jeder Gast ausschließlich zu seinem persönlichen Empfang erschienen.
Aber unterwegs auf seinen gewohnten Wegen ist er anders. Da wirkt er nie so, als müsste er irgendjemanden beeindrucken und da kommen die meisten Menschen zu Bailey und nicht umgekehrt.
Kinder kommen zu ihm. Besucher kommen zu ihm. Spaziergänger bleiben stehen und wollen ihn streicheln. Andere Hunde
interessieren sich für ihn. Er rennt nicht jedem hinterher. Er ist einfach da. Und vielleicht ist genau das der Punkt.
Und weißt du, was mir dabei aufgefallen ist?
Die Menschen kommen unterwegs oft ganz allein auf Bailey zu. Sie bleiben stehen. Sprechen ihn an. Streicheln ihn. Kinder freuen sich, wenn sie ihn sehen. Aber sobald wir irgendwo zu Besuch sind, passiert manchmal etwas Interessantes.
Dann will Bailey amliebsten jeden begrüßen und das ambesten 10,20 mal. Er geht von Mensch zu Mensch. Lehnt sich an.
Fordert Streicheleinheiten und irgendwann nachdem 15 mal passiert fast immer das gleiche:
Die Menschen werden unruhig. Genervt oder schicken ihn freundlich wieder auf seinen Platz. Und das nicht weil sie ihn nicht mögen sondern weil es einfach irgendwann viel zu viel wird. Und ganz ehrlich?
Vielleicht ist das bei uns Menschen gar nicht so anders. Menschen mögen Aufmerksamkeit.
Aber niemand mag es, wenn Aufmerksamkeit eingefordert wird.
Manche Menschen mögen interessante Menschen. Aber niemand mag das Gefühl, ständig etwas verkauft, gezeigt oder
bewiesen bekommen zu müssen.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum soviele Menschen heute müde von Social Media sind.
Warum Aufmerksamkeit nicht dasselbe ist, wie Auffindbarkeit
Als mir das klar wurde, musste ich halt sofort an die Online-Business-Welt denken.
Denn die meisten Menschen bauen heute keinen Hofladen.
Sie bauen einen Marktstand.
Jeden Morgen stellen sie wieder und wieder auf den Marktplatz. Und dann geht es los.
„Neues ReEL!“, „neue Story!“, „Neuer Trend!“, „Neue Strategie!“, „Neues Angebot!“, „Neuer Algorithmus!“
Und morgen beginnt wieder der gesamte Zirkus von vorne. Ohne Nachhaltigkeit.
Wenn sie einen Tag pausieren, bekommen sie ein schlechtes Gewissen. Wenn sie eine Woche ausfallen, werden sie nervös.
„Sorry war Instapause.“
Und wenn sie einen Monat weg sind, fühlen sie sich, als müssten sie ihr komplettes Business neu starten.
Weil nur von den 10k Followern vielleicht 2k noch wirklich erreicht werden. Ganz ehrlich?
Und auch darauf hätte Bailey gar kein Bock.😅Und ich inzwischen auch nicht mehr. Denn ich hab schnell verstanden:
Aufmerksamkeit und Auffindbarkeit sind zwei völlig unterschiedliche Dinge:
Aufmerksamkeit ist laut.
Auffindbarkeit ist dauerhaft.
Aufmerksamkeit musst du jeden Tag neu einsammeln. Auffindbarkeit baust du auf.
Und dann arbeitet es sie für dich.
Der Unterschied zwischen einem Marktstand und einem Hofladen
Genau deshalb liebe ich Blogs. Genau deshalb liebe ich Pinterest und meine Website.
Ein Blogartikel ist wie eine Spur . Ein Pinterest-Pin ist wie ein Wegweiser und deine Website ist dein Zuhause.
Irgendwann müssen Menschen nicht mehr jeden Tag neu auf dich aufmerksam gemacht werden. Sie finden dich einfach.
Vielleicht heute. Vielleicht nächste Woche. Vielleicht in drei Monaten. Vielleicht auch nachts um 02:34 Uhr, während du längst schläfst und von schöneren Dingen träumst als vom nächsten Instagram Trend das den Algorithmus füttern soll.
Und genau das fasziniert mich. Wenn jemand heute einen meiner Artikel liest, ist er vielleicht Monate oder sogar Jahre alt.
Und trotzdem hilft er. Er baut Vertrauen auf. Und er arbeitet.
Während ich mit meiner Familie frühstücke. Während ich mit Bailey spazieren gehe.
Oder während ich im Garten sitze oder mein Gemüsebeet pflege. Oder was ich persönlich am schönsten finde – während ich
schlafe.
Warum Blogs, Pinterest und Websites langfristig gewinnnen
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass die Zukunft nicht den Menschen gehört, die am lautesten rufen.
Es sind die Menschen, die einen Ort erschaffen, einen Ort, den andere bewusst aufsuchen, einen Ort, an den Menschen bewusst und gerne zurückkehren.
Weil man hier Platz nehmen kann und sich ein Stück Kuchen und ein Tässchen Kaffee genießen kann. Und schöne Dinge sehen und lesen kann. Ein digitaler Hofladen. Keinen Marktschreierstand.
Und vielleicht besteht gutes Marketing genau darin, ein Ort zu werden, den Menschen freiwillig aufsuchen.
Ein Ort, den sie weiterempfehlen.
Ein Ort, an den sie gerne zurückkehren.
Ein Ort an dem sie sich verstanden fühlen.
Denn wenn dein Marketing funktioniert, solange du täglich Aufmerksamkeit jagen musst, besitzt du kein System.
Dann besitzt du defintiv immer noch einen Vollzeitjob. Ein Vollzeitjob mit Internetanschluss.
Und irgendwann und das wird die Zeit zeigen, wird es anstrengt.
Wenn Menschen dich dagegen auch dann finden, wenn du gerade nicht online bist, beginnt etwas völlig anderes.
Dann beginnen die entspannten gechillten Wege von Bailey. Dann entsteht Ruhe. Dann erst entsteht Freiheit.
Und Stabilität. Dann entsteht ein Business, das sich wieder wie ein Teil deines Lebens anfühlt – und nicht wie ein weiteres Kind,
das ständig Aufmerksamkeit braucht.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich heute lieber einen Hofladen baue, als einen Marktstand.
Bailey würde es vermutlich nie so formulieren, aber ich glaube, er würde zustimmend mit dem Schwanz wedeln und sich danach wieder schön in die Sonne oder in den Schatten legen.
Schließlich wartet sein Vollzeitjob☀️🐶
Vielleicht ist das die eigentliche Frage:
Baust du gerade einen Ort auf?
Oder jagst du noch Aufmerksamkeit?
Denn zwischen diesen beiden Dingen liegen oft Welten.
Okay, aber wie baut man so einen Hofladen überhaupt?
Das war einer der vielen Fragen, die ich mir auch gestellt habe. Denn zu verstehen, dass Aufmerksamkeit und Auffindbarkeit zwei verschiedene paar Schuhe sind, is ja das eine.
Ein System aufzubauen, das Menschen auch dann zu dir führt, wenn du gerade mit deinem Hund spazieren bist oder die Radisschen im Garten ausbuddelst, das ist das andere.
Denn genau dann beginnt aus meiner Sicht, die spannendste Form von freiheit.
Und ich meine damit nicht, die Freiheit nichts zutun. Ich meine die Freiheit, nicht ständig Aufmerksamkeit verdienen zu müssen.
Denn Aufmerksamkeit ist ein Hunger, der nie satt macht.
Ich meine damit die Freiheit zu haben, mit dem Hund morgens durch den Wald gehe zu können und zu wissen, dass dein Business nicht beleidigt ist, weil du keine Story postest.
Ich meine die Art von Freiheit, einen Nachmittag mit deiner Familie verbringen zu können, ohne das Gefühl zu haben, du müsst eigentlich noch schnell online erscheinen…
Diese Freiheit, einen Ort gebaut zu haben, der auch dann gefunden wird, wenn du gerade nicht da bist.
Du wirst dich irgendwann fragen, ob du eigentlich ein Business aufgebaut hast oder nur einen Job mit Ringlicht.
Deshalb baue ich lieber einen Hofladen.
Der Marktstand braucht dich jeden Tag. Der Hofladen steht auch morgen noch da, in seiner ganzen Pracht.
Und wenn du ehrlich bist, willst du wahrscheinlich auch keinen Marktstand für den Rest deines Lebens betreiben. Wahrscheinlich wolltest du auch nie einen Makrstand bauen, sondern du wolltest Freiheit.
Also, wenn du keinen Marktstand bauen willst, sondern einen Ort, den Menschen bewusst aufsuchen,
dann habe ich etwas für dich.
In meinem kostenlosen Nap Time Starter Guide zeige ich dir die Grundlagen eines stillen Online-Businesses.
Eines Business, das nicht davon lebt, dass du täglich sichtbar bist.
Sondern davon das Menschen dich finden.
Sie finden dich heute, gerade eben und nächste Woche oder eben irgendwann nachts um zwei Uhr,
während du längst schläfst.🥂
Catarina 💐
Hey ich bin Catarina
Mama. Unternehmerin. Freiheitsliebende Rebellin.
Ich schreibe hier über Gesundheit, Freiheit, Online Business und die Fragen, die ich mir selbst auf meinem Weg gestellt habe.
Zwischen Familienalltag, Hundespaziergängen und einer Tasse Kaffee entsteht hier der moderne Hofladen🌿 meines Lebens.
Schön das du da bist. ☕
Darf ich dir gelegentlich schreiben?
Wenn dir gefällt, was du hier gefunden hast, darf ich dir gelegentlich schreiben?
Der NAP Time™ Letter ist mein persönlicher Brief aus dem Hofladen.
Meine Gedanken. Ideen, Meine Erkenntnisse, Gesundheit. Freiheit.
Und die Dinge, die ich nicht auf Pinterest oder der Website teile.
Kein Marktschreien. Kein Spam.
Nur gelegentliche Briefe für Menschen, die Qualität lieber mögen als Lautstärke und lieber einen Hofladen führen würden als einen Marktstand.