Wenn dir als Mama manchmal alles zuviel wird.
Warum du dich nicht zwischen deinem Kind und dir entscheiden musst.
Catarina Stein
Ganzheitliche Gesundheit in Verbindung mit Frequenzen für Frauen
Du kannst dein Kind über alles lieben und dir trotzdem manchmal wünschen, für einen Moment wieder nur für dich selbst zuständig zu sein.
Beides darf gleichzeitig wahr sein.
Ich liebe mein Kind unendlich und trotzdem ist mir alles manchmal Zuviel.
Das ist vermutlich einer dieser Sätze, die viele Mamas fühlen – und trotzdem kaum laut aussprechen. Weil sofort dieses schlechte Gewissen mit am Tisch sitzt.
Darf ich genervt sein, obwohl ich mir dieses Kind so sehr gewünscht habe?
Darf ich Ruhe brauchen, obwohl ich weiß, wie schnell diese Jahre vergehen?
Darf ich mein altes Alleinsein vermissen, ohne mein heutiges Leben weniger zu lieben?
Ja. Darfst du.
Überforderung ist kein Gegenbeweis für Liebe. Sie bedeutet nicht, dass du undankbar bist oder als Mutter versagst. Manchmal bedeutet sie einfach: Es war zu lange zu viel –
und du selbst bist darin kaum noch vorgekommen.
☀️ Ein Morgen, an dem meine Me-Time ungefähr fünf Minuten hielt.
Früher liebte ich es, Zeit allein zu verbringen. Alleinsein war für mich nie ein Mangel.
Es war meine Art, aufzutanken und wieder bei mir anzukommen. Seit ich Mama bin, existieren solche Momente meistens nur noch in kleinen Häppchen.
An einem Abend war meine Tochter eingeschlafen und ich freute mich auf ein paar ruhige Minuten. Kaum war ich mit Bailey draußen, kam die Nachricht: Sie ist wieder wach. Also zurück nach Hause, erneut in den Schlaf begleiten – und am Ende wurde es sehr viel später als gedacht.
Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Das Haus war still. Ich schlich aus dem Bett,
machte mir einen Kaffee, zündete eine Kerze an und dachte: Jetzt. Jetzt habe ich kurz Zeit für mich. Du ahnst es: Kaum hatte ich es mir gemütlich gemacht, war sie wach. Bye-bye, Me-Time. 😅
Natürlich freute ich mich, mein Kind zu sehen. Und gleichzeitig war ich enttäuscht, weil die kleine Pause schon vorbei war, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Genau dieser Widerspruch gehört zum Mama-Sein dazu:
große Liebe – und manchmal ein ebenso großes Bedürfnis nach Ruhe.
Dass diese Zeit kostbar ist, bedeutet nicht, dass sie sich jederzeit immer leicht anfühlen muss.
🌿 Du darfst ehrlich mit dir selbst sein.
Gerade wenn dir alles zu viel wird, begegnet dir garantiert irgendwo dieser Satz:
Eines Tages sind die Kinder groß und dann wirst du dieses Chaos vermissen.
Vielleicht stimmt das sogar. Vielleicht vermissen wir irgendwann kleine Füße auf dem Boden, Spielzeug im Wohnzimmer und das ständige ‚Mama?‘. Aber dieser Gedanke macht einen anstrengenden Tag heute nicht automatisch weniger anstrengend.
Eine erschöpfte Mutter braucht nicht noch eine weitere Aufgabe namens Dankbarkeit. Sie muss nicht aus jedem Chaos einen magischen Kindheitsmoment machen. Auch wenn viele viele Kindheitsmomente wunderschön und manchmal magisch sind.
Sie darf dankbar UND erschöpft sein. Sie darf diese Lebensphase lieben UND sich trotzdem nach einer Pause sehnen.
Du musst den Moment nicht schöner fühlen, als er gerade ist. Du darfst ehrlich mit dir sein.
Vielleicht fehlt dir nicht mehr Geduld – sondern echte Entlastung
Wenn uns als Mama alles zu viel wird, suchen wir den Fehler oft zuerst bei uns. Ich müsste gelassener sein. Besser organisiert. Geduldiger. Konsequenter. Dankbarer. Weniger empfindlich.
Dabei tragen Mütter nicht nur das, was man von außen sieht. Neben Essen, Wäsche, Terminen und Haushalt läuft im Kopf eine zweite Schicht weiter:
Was wird gebraucht? Was fehlt? Wie hat das Kind geschlafen? Was muss vorbereitet werden? Wer denkt an alles, wenn ich es nicht tue?
📝Das Müttergenesungswerk beschreibt diesen Mental Load als unsichtbaren Stress durch endlose To-do-Listen und die selbstverständliche Zuständigkeit für das Kümmern.
Und dann fehlt vielen Familien auch noch das berühmte Dorf. Nicht das Dorf, das freundlich sagt: Melde dich, wenn etwas ist. Sondern eines, das wirklich regelmäßig mitträgt, Verantwortung übernimmt und einer Mutter erlaubt, nicht jede Form von Entlastung vorher selbst organisieren zu müssen.
Vielleicht bist du also nicht zu empfindlich. Vielleicht trägst du einfach schon zu lange zu viel.
Nur weil es gesellschaftlich 📝als normal gilt, dass Mütter alles gleichzeitig auffangen, heißt es noch lange nicht, dass es natürlich oder gut für uns ist.
Was dir helfen kann, wenn gerade alles zu viel ist
Du brauchst in diesem Moment keine perfekte Morgenroutine und wahrscheinlich auch keinen Selfcare-Nachmittag, den du erst drei Wochen im Voraus organisieren musst. Du brauchst zuerst weniger Druck.
1. Benenne ehrlich, was gerade los ist
Nicht: Ich bin eine schlechte Mutter. Sondern: Ich bin gerade erschöpft, reizüberflutet, enttäuscht oder mit zu vielen Bedürfnissen gleichzeitig beschäftigt. Ein Gefühl wird nicht gefährlicher, nur weil du ihm einen Namen gibst. Häufig wird es dadurch überhaupt erst greifbar.
2. Reduziere den Tag auf das, was wirklich wichtig ist
Nicht jede Nachricht braucht heute eine Antwort. Nicht jede Aufgabe muss fertig werden. Manchmal ist Tiefkühlpizza oder schnell gekochte Eier mit Gemüse die schnellere vernünftigere Entscheidung als ein frisch gekochtes drei Gänge Menü mit einer Mutter, die innerlich kurz vor dem Explodieren steht. Heute darf ausreichend wirklich ausreichend sein.
3. Bitte nicht allgemein um Hilfe – sondern konkret
‚Ich brauche mehr Unterstützung‘ verschwindet im Familienalltag schnell zwischen Tür und Angel. Konkreter ist: Bitte übernimm jetzt für zwanzig Minuten vollständig. Geh mit dem Kind raus. Mach das Abendessen. Beantworte du heute alle Fragen, die nicht zwingend Mama brauchen.
4. Erlaube dir eine kleine Insel, ohne sie produktiv zu machen
Eine Pause ist keine Pause, wenn du darin Wäsche faltest, Nachrichten beantwortest und im Kopf den nächsten Tag planst. Fünf echte Minuten können wertvoller sein als eine Stunde, in der du offiziell frei hast und trotzdem für alles zuständig bleibst.
5. Frag dich nicht nur: Was braucht mein Kind?
Die Bedürfnisse deines Kindes sind natürlich wichtig. Deine aber ebenfalls. Vielleicht brauchst du gerade Ruhe, Essen, eine Dusche, frische Luft, weniger Geräusche oder schlicht zehn Minuten, in denen niemand etwas von dir möchte. Du musst dein Bedürfnis nicht erst beweisen, damit es existieren darf.
Bei dir bleiben heißt nicht, dein Kind wegzuschieben
Gerade als bindungsorientierte Mama kann sich eine eigene Grenze beinahe wie ein Verrat anfühlen. Wir möchten Nähe geben, Gefühle begleiten und unser Kind nicht aus Bequemlichkeit mit seinen Bedürfnissen „alleinlassen“.
Doch Bindung verlangt nicht, dass die Mutter verschwindet.
Bei mir zu bleiben bedeutet für mich nicht, mein Kind emotional auf Abstand zu halten. Es bedeutet, früher wahrzunehmen, wann mein eigener Akku leer wird. Es bedeutet, eine Grenze auszusprechen, bevor aus stiller Überforderung Gereiztheit wird. Und es bedeutet, Unterstützung anzunehmen, ohne mich dafür schuldig zu fühlen.
Eine sichere Bindung entsteht nicht dadurch, dass eine Mutter niemals eine Grenze hat. Warum Nähe für mich keine Abhängigkeit erzeugt, sondern eine sichere Grundlage schafft, beschreibe ich in 📝„Zu starke Bindung?“ Oder einfach das, was Kinder wirklich brauchen.
Bei mir zu bleiben bedeutet nicht, dass mich nichts mehr überfordert. Es bedeutet, dass ich mich selbst in diesem Familienleben nicht dauerhaft übergehe.
Kleine Inseln lösen nicht alles – aber sie erinnern dich an dich
An dem beschriebenen Morgen nutzte ich später die Zeit, während mein Mann und meine Tochter draußen waren. Ich machte einen Powernap und ließ alles andere liegen. Kein besonders glamouröser Selfcare-Moment – aber genau das, was ich brauchte.
Solche Inseln können winzig sein: eine Tasse Tee, fünf Minuten mit geschlossenen Augen, Musik, ein kurzer Spaziergang oder ein Moment, in dem jemand anderes wirklich vollständig übernimmt.
Ich merke immer wieder, wie viel diese kleinen Inseln verändern. Wenn ich einen Sonntag einmal fast nur für mich habe, während Papa und Kind schöne Dinge miteinander unternehmen, oder wenn ich einfach allein mit Bailey spazieren gehe und dabei meine Musik höre, komme ich anders zurück. Nicht, weil ich weg von meinem Kind sein möchte. Sondern weil ich wieder ein Stück bei mir angekommen bin.
Danach kann ich die Nähe und das Zusammensein mit meiner Kleinen wieder viel, viel mehr genießen. Ich bin präsenter, geduldiger und wirklich da. Genau deshalb sind Auszeiten für mich kein Luxus. Wir brauchen sie – auch wenn es im Alltag manchmal nur diese kleinen Inseln sind.
Sie ersetzen kein verlässliches Dorf und keine faire Verteilung von Verantwortung. Wir sollten strukturelle Überlastung nicht mit Atemübungen schönreden. Aber kleine Inseln können dir helfen, dich zwischendurch wieder zu spüren, bevor du nur noch funktionierst.
Welche Rolle meine Frequenztools dabei spielen
Ich nutzte an diesem Morgen zusätzlich meinen Healy und MagHealy – unter anderem mit Energiebalance aus dem Soul Cycle, Balance aus dem Goldzyklus und Harmonie Vagus über den MagHealy.
Für mich sind diese Programme persönliche energetische Anker. Sie übernehmen weder meinen Mental Load noch schenken sie mir plötzlich einen freien Nachmittag. Aber sie helfen mir dabei, bewusst aus dem reinen Funktionieren auszusteigen und einen Moment bei mir einzuchecken.
Ich drücke ein Programm nicht, weil damit alle Ursachen meines vollen Mama-Alltags verschwinden. Ich nutze es, weil Frequenzarbeit für mich zu einer Form der bewussten Selbstbegleitung geworden ist – mitten im echten Leben und nicht erst dann, wenn endlich alles ruhig ist.
Wenn du wissen möchtest, welche Erfahrungen ich mit dem Healy gemacht habe und wie ich Wirkung, Studienlage und Kritik heute einordne, lies meinen Artikel
📝„Warum steht der Healy in der Kritik?“.
Für dich, wenn heute so ein Tag ist
Wenn dir heute alles zu viel ist, musst du daraus nicht sofort eine Lebenslektion machen. Vielleicht brauchst du gerade keine neue Strategie, sondern erst einmal etwas weniger von allem.
Lass etwas liegen. Sag ehrlich, dass dein Kopf voll ist. Bitte konkret um Übernahme. Mach die einfache Version. Und wenn heute nur alle irgendwie satt, sicher und liebevoll durch den Tag kommen, dann war das genug.
Du bist nicht undankbar, weil du müde bist. Du liebst dein Kind nicht weniger, weil du Ruhe brauchst. Und du bist keine schlechte Mutter, weil du in deinem eigenen Leben ebenfalls noch vorkommen möchtest.
Eine gute Mutter ist nicht die, die niemals überfordert ist. Und das ist in unserer Zeit auch vollkommen unrealistisch. Jede Mama hat mal solche Phasen. Eine gute Mutter ist eine, die sich selbst nicht vollständig verlieren muss, um ihr Kind zu lieben.
Fazit: Ihr dürft beide vorkommen
Ich möchte diese intensive Lebensphase nicht beschleunigen. Ich weiß, dass mein Kind mich heute auf eine Weise braucht, die sich mit den Jahren verändern wird. Diese Nähe möchte ich nicht gegen irgendein gesellschaftliches Ideal von möglichst früher Unabhängigkeit eintauschen. Aufkeinenfall.
Aber ich möchte mir auch nicht mehr erzählen, dass eine liebevolle Mutter niemals genervt, enttäuscht oder erschöpft sein dürfte.
Mein Kind darf Bedürfnisse haben. Und ich ebenfalls. Ich darf mein Mama-Leben lieben und Zeit für mich vermissen. Ich darf Nähe geben und Grenzen haben. Ich darf mich um mein Kind kümmern und mich dabei trotzdem selbst mitnehmen.
Ich muss mich nicht zwischen meinem Kind und mir entscheiden. Wir dürfen beide in unserem Leben vorkommen.
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