Unsere wundersame und heilsame Hausgeburt ✨

Es gibt nichts Schöneres als in seinen eigenen vier Wänden die deine Geschichte erzählen, dein Baby zu gebären und willkommen zu heißen.

Hausgeburt, Magie, Freiheit, Säuglinge
Bild von Catarina Stein
Catarina Stein

Ganzheitliche Gesundheit in Verbindung mit Frequenzen für Frauen

Inhaltsverzeichnis

Ein Geburtsbericht einer frischgebackenen Mama

Grüß dich, meine Liebe. Zweieinhalb Wochen nach der Geburt unserer Tochter saß ich da, während sie auf meinem Bauch schlief, und schrieb unseren Geburtsbericht für Instagram. Meine Erinnerungen waren noch ganz frisch. Ich war überwältigt, dankbar und immer noch ein bisschen fassungslos darüber, was in unserem Haus geschehen war.

Heute möchte ich diese Geschichte nicht glattbügeln. In den damaligen Zeilen steckt die Energie einer Frau, die gerade erlebt hatte, wie viel Kraft, Vertrauen und Veränderung in einer Geburt liegen können. Deshalb erzähle ich dir unsere Hausgeburt noch einmal – mit meiner heutigen Klarheit, aber mit demselben Herzen.
Vielleicht inspiriert sie dich dazu, dich überhaupt mit deinen Möglichkeiten zu beschäftigen. Nicht, weil jede Frau zu Hause gebären muss. Sondern weil Geburt mehr sein darf als etwas, das einfach mit uns geschieht.
Dies ist unsere persönliche Geschichte – kein Bauplan und kein Versprechen für einen bestimmten Geburtsverlauf.

Ob eine Hausgeburt für eine Schwangerschaft infrage kommt, wird individuell gemeinsam mit einer qualifizierten Hausgeburtshebamme geprüft. Zu einer verantwortungsvoll geplanten Hausgeburt gehören Vorsorge, Mindsetarbeit vor allem, die Beobachtung von Mutter und Kind und ein klarer Plan für den Fall, dass eine Verlegung notwendig werden könnte.

Im Grunde genommen bereitete ich mich Jahre auf diese Geburt vor.

Wenn ich ehrlich bin, begann meine Vorbereitung nicht erst mit dem positiven Schwangerschaftstest. Im Prinzip waren es drei Jahre – vielleicht sogar fünf.

Ich beschäftigte mich intensiv mit Nährstoffen, Persönlichkeitsentwicklung und Coaching. Ich durfte alte und gegenwärtige Themen bei mir lösen und mich innerlich überhaupt dafür öffnen, neues Leben zu empfangen. Vorher hatte es zweimal hintereinander nicht geklappt. Diese Erfahrungen gehören zu meinem Weg, und heute kann ich jeden einzelnen Klick-Moment wertschätzen, der mich näher zu unserer Kleinen gebracht hat.
Ich sage das nicht, um die Geschichte einer anderen Frau zu erklären oder ihr die Verantwortung für einen unerfüllten Kinderwunsch zu geben. Ich spreche ausschließlich über das, was ich für mich erkannt und erlebt habe:
Bevor unsere Tochter kam, durfte in mir definitiv etwas bereit werden.

Nach einem letzten inneren Klick-Moment traf ich ganz bewusst die Entscheidung: Okay. Du kannst jetzt kommen. Ich bin bereit. Wenige Wochen später hielt ich einen positiven Test in der Hand. ❤️
Mein Mann war während all dieser Schritte an meiner Seite. Bei jedem Ereignis, jeder Erkenntnis und jeder neuen Entscheidung.

Von "Ich will bloß nichts spüren" zur Hausgeburt.

Zwischen meinem früheren Gedanken, ich würde lieber einen Kaiserschnitt wählen, damit ich bloß nichts spüren müsse, und dem späteren Gefühl, ich hätte diese Geburt beinahe allein zu Hause gerockt, lagen Welten.

M!NDSET F!RST. IMMER.

Ich begann, mich wirklich mit Schwangerschaft und Geburt auseinanderzusetzen. Ich besuchte Workshops, las Bücher und Erfahrungsberichte, schaute Dokumentationen und arbeitete an meinem Unterbewusstsein.
Je mehr ich erfuhr, desto deutlicher wurde mir, wie viele Dinge rund um Geburt als alternativlos oder ‚normal‘ dargestellt werden. Und ich sage es weiterhin klar:
Das System hat nicht automatisch dein Bestes im Sinn. Wenn du selbstbestimmt entscheiden möchtest, darfst du dich informieren, Fragen stellen und auch dort genauer hinschauen, wo alle anderen sagen: Das macht man eben so.
Warum ‚normal‘ für mich kein ausreichendes Argument mehr ist, beschreibe ich auch in
📝„Natürlich leben als Mama“.

Meine Recherche führte mich nicht dazu, jede medizinische Hilfe abzulehnen. Sie führte mich dazu, Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen und herauszufinden, welcher Geburtsort sich für mich wirklich sicher anfühlte.

Meine Entscheidung stand fest: Ich wollte unbedingt zu Hause gebären.

Mit jeder weiteren Information festigte sich mein Wunsch: Es soll eine Hausgeburt werden. Jetzt fehlte nur noch die Hebamme – und genau die schien zunächst
kaum zu finden zu sein.
Ich suchte verzweifelt, war kurz davor aufzugeben, ließ irgendwann los und weinte bitterlich. Noch am selben Tag rief mich meine Hausgeburtshebamme an. Und durch meinen Mann fanden wir ebenfalls an diesem Tag eine zweite wundervolle Hebamme für die Nachbetreuung.

Zwei Hebammen an einem Tag, nachdem ich geglaubt hatte, nicht einmal eine zu finden. Ich weinte vor Freude und Erleichterung. Für mich war das einer dieser Momente, in denen sich alles plötzlich fügte. Wenn die Manifestationskraft richtig aufdreht. 🥹✨

Ein Tag davor ging es langsam los.

Am Abend bekam ich plötzlich Wehen – ungefähr alle acht bis zehn Minuten. Sie waren noch nicht stark und gut auszuhalten, aber ich spürte sofort: Das sind keine Übungswehen. Bald würden wir unseren kleinen Knirps im Arm halten.

Ich informierte meine Hebamme und weinte schon vor Vorfreude. Mein Mann begann, unser Zuhause vorzubereiten. Er deckte verschiedene Bereiche mit Folie ab, damit ich während der Geburt frei entscheiden konnte, in welchem Raum ich sein wollte. Snacks und Handtücher wurden bereitgelegt, Platz für den Geburtspool geschaffen.
Meine Hebamme riet mir, mich noch einmal auszuruhen. Also gingen wir tatsächlich schlafen.Stillen & Schnuller.

Um 3 Uhr wachte ich wieder auf.

Mit deutlichen Unterleibsschmerzen wusste ich, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Ich verzog mich ins Wohnzimmer, schaltete die Lichterketten und gedämpftes Licht an und machte meine damalige Lieblingsserie an.

Ich hatte extra eine wunderschöne Geburtsplaylist vorbereitet. Aber nein – mein Geburtssoundtrack sollte ausgerechnet Emily in Paris werden. 😂
Frag mich nicht warum. Es entspannte mich, also war es genau richtig.

Ich begann, die Wellen zu tracken und zu vertönen. Mein Mann war längst wach und alarmiert, ließ mir aber zunächst meinen Raum. Gegen fünf Uhr stand er auf und fragte mich ungefähr dreimal aufgeregt, ob er jetzt endlich die Hebamme anrufen dürfe.
Ich wartete bewusst, bis die Wellen wirklich etwa alle fünf Minuten kamen und kaum noch zu vertönen waren. Dann rief er sie an.

Um 7 Uhr kam meine Hebamme.

Eine halbe Stunde später kam meine Mutter, um Bailey abzuholen. Er stand bereits beschützend vor mir und wollte die Hebamme nur ungern an mich heranlassen. ❤️
Meine Hebamme war erstaunt darüber, wie tief ich bereits in mir versunken war. Ich ließ mich kaum noch von außen ablenken. Und ich hatte keine Angst. Null. 0,0.

Ich war mental vollkommen da, aber meine Konzentration lag nur auf mir und meinen Wellen. Mein Mann bereitete den Geburtspool vor, während meine Hebamme mir half, mit dem Druck umzugehen und mich immer wieder bestärkte.
Bis etwa zehn Uhr war ich im Vierfüßlerstand auf Baileys Hundedecke im Wohnzimmer, an meinen Pezziball gelehnt. Dann stieg ich in den Geburtspool in unserem Esszimmer. Die Wärme und das Wasser taten unglaublich gut.

Im Wasser wurden die Wellen kräftiger.

Eine Zeit lang wurden die Abstände etwas größer, während die Wellen gleichzeitig intensiver wurden. Die Pausen nutzte ich, um mich zu entspannen. Meine Hebamme sprach mir gut zu, kontrollierte immer wieder die Herztöne unserer Kleinen und mein Mann wich mir nicht von der Seite. Er massierte mich und hielt mit mir diesen Raum.

Gegen 11:30 Uhr spürte ich immer mehr Druck. Meine Hebamme fragte mich: ‚Merkst du das?‘ Und ich antwortete: ‚Ja. Sie kommt bald.‘
Aus dem späteren Geburtsbericht weiß ich, dass die zweite Hebamme gegen zwölf Uhr eintraf. Kurz danach sollte ich noch einmal zur Toilette. Ich hatte ernsthaft Angst, unser Baby könnte plötzlich ins Klo plumpsen. 😂 Zwei Wellen hielt ich dort aus, dann schaffte ich es zurück in den Pool.

Du schaffst das, Schatz.

Gegen 12:40 Uhr schob ich kräftiger. Während der gesamten Geburt spürte ich auch die Anspannung meines Mannes. Ich merkte, wie sehr er mit meinen Schmerzen mitging – und sagte irgendwann ernsthaft zu ihm: ‚Du schaffst das, Schatz.‘ 😂🥹
Wir mussten alle lachen. Und an diesem Tag verliebte ich mich noch einmal mehr in ihn.

Ich wechselte im Pool immer wieder die Position und machte alles nach meinem Gefühl. Es kam auch dieser berühmte Moment, in dem ich dachte: Ich kann nicht mehr. Mein Muttermund war zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig geöffnet.
Für einen Moment schien es nicht weiterzugehen. Meine Hebamme sagte, wenn der Kopf mit den nächsten Wellen nicht geboren würde, müssten wir über einen Dammschnitt sprechen. Ich hatte keine Kraft zu antworten und dachte nur: Pff. Im Leben nicht. Das kannst du gleich vergessen. 😄
Meine Hebamme kannte meine Haltung. Und offenbar war genau diese Ansage noch einmal die Motivation, die ich brauchte.

Um 14:58 Uhr war sie da.

Ich gebar ein lebensfrisches Mädchen im Wasser. Sie kam mit einem kräftigen Schrei auf die Welt, wurde auf meiner Brust sofort ruhig und schaute uns mit großen Augen an.
Meinem Mann kamen die Tränen. Ich konnte kaum fassen, was gerade geschehen war.
Sie war endlich da. ❤️

Wir waren in unserem Zuhause. In den Räumen, in denen unser gemeinsames Leben bereits stattgefunden hatte und nun für immer eine weitere Geschichte wohnte.
In der Nacht saßen unsere Kleine und ich auf der Couch und sahen aus dem Fenster dem Feuerwerk zu. In ein neues Jahr. In ihr neues Leben. In unser neues Leben. 💜💫

Warum sich diese Geburt für mich heilsam anfühlte.

Für mich lag das Geheimnis dieser erfolgreichen und heilsamen Hausgeburt zuerst in den Rahmenbedingungen: Ich war zu Hause. Ich fühlte mich sicher und wohl. Ich kannte die Menschen, die mich begleiteten. Ich konnte mich bewegen, vertönen, lachen, ins Wasser steigen und mich vollständig in mich zurückziehen.
Und der zweite, für mich noch größere Teil war mein Unterbewusstsein.
Meine Überzeugung ist klar: 99 Prozent Mindset und 1 Prozent Körper.

Ich schreibe das bewusst so deutlich, weil es meiner Erfahrung und meinem gefundenen Wissen entspricht. Die meisten Menschen bereiten vor allem den Körper auf eine Geburt vor. Doch wenn das Unterbewusstsein gleichzeitig mit Angst, Kontrollverlust und Katastrophenbildern gefüttert wird, fehlt für mich der entscheidende Teil.

Das bedeutet nicht, dass eine Frau jeden Geburtsverlauf kontrollieren oder durch ‚falsche Gedanken‘ verursachen würde. Es bedeutet auch nicht, dass eine Verlegung, eine Intervention oder ein Kaiserschnitt persönliches Versagen wären. Es bedeutet: Der innere Raum, aus dem heraus wir gebären, ist für mich nicht nebensächlich. Er ist die Grundlage.

Natürlich gehört zu einer verantwortungsvollen Vorbereitung auch, sich mit möglichen Veränderungen des Plans auseinanderzusetzen. Aber nachdem wir darüber gesprochen und einen Plan gemacht haben, darf der Fokus wieder dorthin gehen, wo wir hinmöchten – statt sich neun Monate lang ausschließlich um alles zu drehen, was schiefgehen könnte.

Selbstbestimmung ist kein bestimmter Geburtsort.

Unsere Hausgeburt war für mich genau richtig. Ich würde diesen Weg wieder wählen. Aber ich möchte daraus keinen neuen Maßstab bauen, an dem sich andere Frauen messen müssen.
Eine Frau kann sich zu Hause sicher fühlen, eine andere im Geburtshaus und eine weitere in einer Klinik mit direkter medizinischer Versorgung. Auch ein geplanter Kaiserschnitt kann eine selbstbestimmte Entscheidung sein. Aber es sollte wirklich die letzte Option sein.. bin ich auch ganz ehrlich. 

Entscheidend ist für mich, ob eine Frau informiert, gehört und respektiert wird – und ob sie ihre Entscheidung aus ihrer eigenen Klarheit und Wissen treffen kann.
Meine Geschichte soll deshalb nicht sagen: So musst du gebären. Sie soll sagen: Du darfst dich informieren. Du darfst hinterfragen. Du darfst deine Wünsche ernst nehmen. Und du darfst entdecken, was sich für dich wirklich richtig anfühlt.

Was ich dir geben will. wenn du über eine Hausgeburt nachdenkst.

• Beginne früh mit der Hebammensuche. Hausgeburtshebammen sind regional sehr unterschiedlich verfügbar.

• Sprich offen über Sicherheit. Lass gemeinsam prüfen, ob eine Hausgeburt für deine Schwangerschaft infrage kommt und wann eine Verlegung sinnvoll wäre.

• Beziehe deinen Partner ein. Auch er darf Fragen, Sorgen und eine klare Rolle während der Geburt haben.

• Bereite nicht nur Dinge, sondern deinen inneren Raum vor. Beschäftige dich mit deinen Ängsten, Bildern, Überzeugungen und dem Verlauf, den du dir wünschst.

• Bleib beweglich. Selbstbestimmung bedeutet nicht, an einem Plan festzuhalten, wenn Mutter oder Kind etwas anderes brauchen.

Mit ihrer Geburt begann unsere nächste gemeinsame Geschichte.

Als unsere Tochter auf meiner Brust ruhig wurde, war die Geburt vorbei – und gleichzeitig begann etwas vollkommen Neues. Unsere erste Begegnung, ihr Ankommen, unsere Nähe und später unsere Stillbeziehung gehören für mich untrennbar zu diesem Beginn.

Warum Stillen für mich weit über Ernährung hinausgeht und welche Bedeutung Nähe, Regulation und Beziehung dabei haben, liest du in 📝„Stillen ist Beziehung“.

Fazit: Geburt darf deine eigene Geschichte werden.

Unsere Hausgeburt hat mich nicht deshalb verändert, weil sie irgendein Leistungsbeweis war. Sie hat mich verändert, weil ich erlebt habe, wie es sich anfühlt, meinem Wissen, meinem Unterbewusstsein, meinem Körper und den Menschen an meiner Seite zu vertrauen. Ich war nicht passiv in einer Situation, die über mich hinwegrollte.
Ich war mitten darin. Wach, verbunden und selbstbestimmt.
Du musst nicht so gebären wie ich. Aber du darfst aufhören zu glauben, dass du bei deiner eigenen Geburt nur Zuschauerin bist.

Unsere Geschichte ging auf meiner Brust weiter
Stillen wurde für uns Nahrung, Trost, Regulation und Beziehung. In meinem nächsten Artikel erzähle ich dir, warum die Brust für mich sehr viel mehr gibt als Milch.
WEITERLESEN: 📝„Stillen ist Beziehung“.

Catarina🤍🌿

Catarina Stein unterstützt Frauen und Mütter dabei, sich ein Online-Business aufzubauen, ohne ihre Familie, ihre Gesundheit oder sich selbst zu verlieren – für ein Leben, in dem „so wie bisher“ keine Option mehr ist.

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